Ich denk´ an Euch

Manche Rituale sind Krücken, auf die wir uns auf unserem unebenen Lebensweg stützen. Andere dienen als Kompass und scheinen uns zur Orientierung unverzichtbar. Einige sind Feuer, die uns die Dunkelheit erhellen und uns wärmen. Wenn sie wichtiger werden als die Idee dahinter, müssen wir sie infrage stellen oder dürfen ihnen einen neuen Sinn geben, denn„Ich denk´ an Euch“ weiterlesen

Unterwegs

Ich bin durstig. Wir kommen bald an eine Quelle. Ich bin hungrig. Ich habe noch etwas Brot. Es ist so dunkel. Der Mond leuchtet uns. Wir werden uns verlaufen. Die Sterne führen uns. Und wenn Wolken sie verdecken? Dann bitten wir um Hilfe. Ich friere. Bald geht die Sonne auf und wärmt dich. Ich fürchte„Unterwegs“ weiterlesen

Wald-Elfchen

Tränen verheulter Wälder. Brennend heiß geweint ist jeder Tropfen kostbar. Wasser! Rosa von https://rosasblog54.com und Sven von https://herzkoma.wordpress.com, zwei liebe Blogger meiner sehr überschaubaren Follower-Schar, inspirieren mich immer wieder aufs Neue, unbekannte, spannende Pfade zu betreten, unkonventionell oder anders(he)rum 🙃 zu denken und zu lernen. Bloggerfreuden pur und, wie ich es für mich verstehe, Leben!„Wald-Elfchen“ weiterlesen

Was bleibt?

Was bleibt, wenn alle Blüten verwelkt sind? Was bleibt, wenn der Herbstwind alle Blätter verweht hat? Wir haben in voller Blüte gestanden. Wir haben uns vermehrt. Kein schmückendes Beiwerk mehr, kein kokettes oder gnädiges Verhüllen. Es bleiben trockene Stängel, brüchiges Skelett der formgebenden Struktur. Es bleibt aber auch die Ästhetik des inneren Wesens. Der Herbst„Was bleibt?“ weiterlesen

Kokons

»Mann, wenn ich erwachsen bin, dann werde ich jeden Tag fliegen, um die Welt von oben zu betrachten. Und ich will eine Familie gründen und wir alle werden bis ans Ende unserer Tage Freude haben!« »Du bist ein Spinner«, sagte ich. »Nein, bloß ein Schwärmer!« Alter Falter, dachte ich, während die Raupe weiterkroch, versteh´ einer„Kokons“ weiterlesen

Cherchez la réalité?

Wer schreibt, will jemanden erreichen. Dabei ist es einerlei, ob es sich um den handschriftlich verfassten Brief der Tochter an ihre Mutter oder einen dicken Roman für ein breiteres Publikum handelt. In der Schule lernen wir, Briefe und Aufsätze so zu formulieren, dass wir gedanklich beim Leser sind. Was erwartet die Mutter, was interessiert das„Cherchez la réalité?“ weiterlesen

Die Zeit ist da

»Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.« Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (1830 – 1916) Morgen ist der Juni Vergangenheit und der gegenwärtig verfasste Text, gestern geschrieben. So verrinnt Tag um Tag und mit jedem von ihnen, gleiten einst künftige Pläne und Vorhaben ins vertane, vergeudete, verschwendete„Die Zeit ist da“ weiterlesen

Reden ist Blech, Schreiben ist Gold.

Wenn ich Texte lese, interessiere ich mich oft auch für die Persönlichkeiten dahinter. Wer hat die Zeilen verfasst und was hat sie/ihn dazu inspiriert? Warum schreiben einige von uns überhaupt gerne? Lustig finde ich Aussagen wie: »Ich bin 18 Jahre alt und  schreibe schon mein ganzes Leben lang«, oder: »Ich habe seit ich denken kann„Reden ist Blech, Schreiben ist Gold.“ weiterlesen

Von Hashtag wirschreibenzuhause zu wirleidenzuhause

Etliche Wochen voller Fleiß, Erwartung, Neugier und Hochspannung liegen seit dem Startschuss am 3. April 2020 hinter uns Teilnehmern an der Schreibchallenge #wirschreibenzuhause, die der beliebte Thrillerautor Sebastian Fitzek initiierte und über seinen Instagram-Kanal kommuniziert. Während der lebenseinschränkenden und lebensbedrohenden Corona-Quarantänezeit wurden ambitionierte Hobbyschreiber und Autoren zum Verfassen einer Kurzgeschichte aufgerufen, die, in einer Anthologie„Von Hashtag wirschreibenzuhause zu wirleidenzuhause“ weiterlesen

Gemeinsam nicht einsam!

Gleich zwei Beiträge in Folge über die Corona-Krise! Zuviel? Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass zumindest zu so gravierenden Tagesthemen mein Blog Stellung beziehen muss. „Wer die Musik bezahlt, bestimmt, was gespielt wird“, heißt es und wer schreibt, sollte das nicht der Realität entrückt in seinem Elfenbeinturm tun. Ob er es nun, wie vermutet wird,„Gemeinsam nicht einsam!“ weiterlesen

Schwacher Geist – müdes Fleisch?

Drei Beiträge habe ich erst verfasst, seit ich über die Kranichkurve schrieb, und inzwischen kehren die Ausflügler schon wieder zurück. Die Winter werden immer kürzer oder die Zeit ist buchstäblich wie im Fluge vergangen! Das für Ausreden so beliebte Bibelzitat „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“ steht bildhaft für die Unfähigkeit des„Schwacher Geist – müdes Fleisch?“ weiterlesen

Freiräume

Wie ein Zuckerjunkie, der von allerlei süßen Leckereien magnetisch angezogen wird, versuche ich immer noch den Instagram- und Internet-Verführungen zu widerstehen. Und so wie sich Ersterer täglich erneut auf die langen Finger in der Bonbonière schlagen muss, erwische ich mich beim Routinegriff nach meinem „Ackerschnacker“. Ich gestatte mir etwa zweimal am Tag einen Handy-Blick in„Freiräume“ weiterlesen