Zankapfel Rezension

Selfpublisher vs. Buchblogger Aus vielerlei guten Gründen bin ich derzeit vorwiegend passiv bei Instagram unterwegs (die denglische Bezeichnung ‚Lurkerin‘ träfe auf mich trotz des uncharmanten Klangs zu) und habe deshalb nur am Rande einen Vorfall wahrgenommen, der hohe Wellen in den beiden Lagern der schreibenden und der besprechenden Buchzunft schlug. Ohne vage bekannte Details à„Zankapfel Rezension“ weiterlesen

Literaturagenturen – Heilige Kühe?

„Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“ oder „Frechheit siegt“. Literaturagenturen sind die heiligen Kühe des ‚Bookiversums‘. Verehrt, unantastbar, unfehlbar in ihrem Urteil – ein Tabu, an dem zu rütteln gefährlich ist, glaubt man den, wie Tintlinge aus feuchtem Waldboden schießenden, Schreibratgebern und Workshops derer, die einmal erfolgreich die Zuneigung dieser Institution„Literaturagenturen – Heilige Kühe?“ weiterlesen

Einfache Fahrt

Kurzgeschichte zum 🕯🕯. Blog-Geburtstag Der resolute Triller aus der Pfeife Typ 57 der Deutschen Bahn lässt keinen Zweifel darüber, dass die rotbemützte Zugaufsicht Autorität hat. Die Treibstangen der Dampflok rutschen kurz durch, doch in aller Gemächlichkeit beginnt das Kraftpaket, den kurzen Personenzug aus dem Bahnhof zu ziehen. Der Schaffner springt im letzten Augenblick geübt auf„Einfache Fahrt“ weiterlesen

Zwei neue Flügel

Ist weniger Content auf einem Weblog mehr? Bei einem meiner letzten Spaziergänge führte mich der Weg zwischen einem Waldstück und einer Ausgleichsfläche mit jungem, lichten Forstbestand hindurch. Auf einer offenen, hell und warm vom Sonnenlicht beschienenen Stelle hatten sich ‚Rudel‘ leuchtend violett blühender Carduus-Wegdisteln angesiedelt, aus denen wolkengleich unzählige Perlmuttfalter zum Ballett aufstiegen, um sich„Zwei neue Flügel“ weiterlesen

Sommerloch?

Wenn es die Städter des neunzehnten Jahrhunderts in die ländliche Idylle zog und sie die sommerlichen Freuden der frischen, grünen Natur suchten, um der drückenden Hitze und dem Staub den Rücken zu kehren, fuhren sie in die ‚Sommerfrische‘. Ein positiver, schöner und ein seltener Begriff für moderne Ohren. Sommerferien, Urlaub macht man heute, und mit„Sommerloch?“ weiterlesen

Minimalistisch maximal glücklich

Glück bezeichnet den positiven, günstigen, glimpflichen oder auch ersehnten Ausgang eines Ereignisses. Glücklichsein oder Glückseligkeit ist hingegen ein freudiges, heiteres Gefühl, dass ereignisunabhängig auftritt und mit tiefer Zufriedenheit einhergeht. Es ist keinem äußeren Zufall unterworfen, denn es entsteht in unserem Inneren. Das Glück können wir nicht beeinflussen, aber das Glücksempfinden. Für jeden Menschen bedeutet es„Minimalistisch maximal glücklich“ weiterlesen

Erfolgreich scheitern

Dieser Blog ist ein sehr persönlicher Einblick in meine Denkweise und in meine Gefühlswelt, zu der auch das Eingeständnis erlittener Niederlagen gehört. Auf meiner separaten Website http://www.hmkaufmann.com unter dem Menü Tiny Tall Tales finden sich von Vor-, über Haupt-, bis zu den Nachspeisen ‚Losing à la carte‘ (das ist nicht denglisch, sondern franglisch).  Wenn ich„Erfolgreich scheitern“ weiterlesen

Erst stirbt die Schrift

Des Menschen Geist ist endlich und dennoch von den meisten noch nicht einmal annähernd ausgeschöpft. Vielleicht kennt auch Ihr dieses seltsame Gefühl der Enge und die Benommenheit, wenn man auf einem universellen Gedanken oder einer grandiosen Idee reitend, die eigene Gehirnmasse verlässt, um sogleich im gestreckten Galopp gegen die knöcherne Innenwand des Schädels zu prallen!„Erst stirbt die Schrift“ weiterlesen

Hier bin ich Mensch!

Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge Durch die Gärten und Felder zerschlägt, wie der Fluss in Breit und Länge so manchen lustigen Nachen bewegt, und, bis zum Sinken überladen, entfernt sich dieser letzte Kahn. Selbst von des Berges ferner Pfaden blinken uns farbige Kleider an. Ich höre schon des Dorfs Getümmel. Hier ist„Hier bin ich Mensch!“ weiterlesen

Tunnelblick

Unlängst erntete ich, leider wenig charmant verfasst, den »Kommentadel«, ich würde einen unerträglich nervigen Selbstbejammerblog führen und ich dürfe mich nicht wundern, dass ich kaum Follower habe. Dass ein sachlicher Austausch mit einem Forentroll dem Versuch einen Pudding an die Wand zu nageln, gleich kommt, ist mir bekannt, aber ich nehme jede Kritik, wenn auch„Tunnelblick“ weiterlesen

Follow me or let it be

Mein Blögchen hat das Säuglingsalter und das Krabbelstadium hinter sich gelassen und läuft nun, seit seinem ersten Schrei am 01.09.2019 artig, zuweilen noch strauchelnd an meiner Hand. Es hat sein soziales Umfeld erweitert, erste Kontakte geknüpft, wird regelmäßig durchgecheckt und zeigt sich aufgeschlossen und neugierig gegenüber der Welt. Aber es wird ein Mamakind bleiben, denn„Follow me or let it be“ weiterlesen

Ich denk´ an Euch

Manche Rituale sind Krücken, auf die wir uns auf unserem unebenen Lebensweg stützen. Andere dienen als Kompass und scheinen uns zur Orientierung unverzichtbar. Einige sind Feuer, die uns die Dunkelheit erhellen und uns wärmen. Wenn sie wichtiger werden als die Idee dahinter, müssen wir sie infrage stellen oder dürfen ihnen einen neuen Sinn geben, denn„Ich denk´ an Euch“ weiterlesen