Mein Weg mit der Angst

Es ist etwa sechzehn Jahre her, da reifte ein sehr persönlicher Wunsch in mir heran. Ich träumte davon, eine Teilstrecke des Jakobswegs, den Camino Francés von St-Jean-Pied-de-Port bis Santiago de Compostela, zu pilgern. »Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt«, heißt es, und ich begann, mich intensiv mit der Route auseinanderzusetzen, beschäftigte mich mit spanischem„Mein Weg mit der Angst“ weiterlesen

Tunnelblick

Unlängst erntete ich, leider wenig charmant verfasst, den »Kommentadel«, ich würde einen unerträglich nervigen Selbstbejammerblog führen und ich dürfe mich nicht wundern, dass ich kaum Follower habe. Dass ein sachlicher Austausch mit einem Forentroll dem Versuch einen Pudding an die Wand zu nageln, gleich kommt, ist mir bekannt, aber ich nehme jede Kritik, wenn auch„Tunnelblick“ weiterlesen

Zapfenstreich

Hat das Jammern je ein Ende? Der Kälteschock hat uns für eine Woche den Corona-Lockdown vergessen lassen. Okay, nicht richtig vergessen, aber vorübergehend verdrängen lassen. Wir hatten ein neues beklagenswertes Leid: Schnee! Und wir fühlten uns »schneelend«. Das böse C. versagt uns jede Freude, auch die des Shoppens und dann das! Unsere ersatzkauflustigen Online-Bestellungen konnten„Zapfenstreich“ weiterlesen

Monatselfchen Januar

NEINuar! Nordhessische Regenzeit. Herzwärmesuche im Jammerfrost. Regenbraun stirbt im Schneematschgrau. JAnuar? Zugegeben, ich bewege mich derzeit nur stöhnend und jammernd raus, denn ich, echsenähnlich wechselwarm veranlagt, empfinde mich dort in einer lebensfeindlichen Umgebung. Entweder ist meine Kindheitserinnerung an deutlich winterige Winter eine tunnelartig verklärte, oder die Menschheit hat es tatsächlich inzwischen geschafft, im vergangenen Halbjahrhundert„Monatselfchen Januar“ weiterlesen

Follow me or let it be

Mein Blögchen hat das Säuglingsalter und das Krabbelstadium hinter sich gelassen und läuft nun, seit seinem ersten Schrei am 01.09.2019 artig, zuweilen noch strauchelnd an meiner Hand. Es hat sein soziales Umfeld erweitert, erste Kontakte geknüpft, wird regelmäßig durchgecheckt und zeigt sich aufgeschlossen und neugierig gegenüber der Welt. Aber es wird ein Mamakind bleiben, denn„Follow me or let it be“ weiterlesen

(Ver)wunsch

Fast liegt er hinter uns. Der Monat des Wünschens, der Monat des Gebens und Nehmens. Die letzten Tage bevor wir uns wieder von einem Jahr verabschieden und ein neues begrüßen. Die letzten Tage »zwischen den Jahren«, in denen wir uns, durch die Mund-Nase-Maske etwas vernuschelt, ein »Frohes Neues!« zurufen. Viele sagen: »Na, das Jahr konnte„(Ver)wunsch“ weiterlesen

Unterwegs

Ich bin durstig. Wir kommen bald an eine Quelle. Ich bin hungrig. Ich habe noch etwas Brot. Es ist so dunkel. Der Mond leuchtet uns. Wir werden uns verlaufen. Die Sterne führen uns. Und wenn Wolken sie verdecken? Dann bitten wir um Hilfe. Ich friere. Bald geht die Sonne auf und wärmt dich. Ich fürchte„Unterwegs“ weiterlesen

Oben oder unten?

Kopfstand. Menschgemachte Definition. Oben oder unten? Im All ist alles. Überall. Einleitendes Elfchen für´s beginnende MonatsZwölfchen Wir lieben Ordnung. Wir richten, richten aus und danach wiederum uns aus. Wir mögen Hierarchien, Strukturen, Statistiken, Formen und Formalien. Bis ins allerkleinste Detail. Vielleicht dient die Ordnungsliebe den Kurzsichtigen, bei zu großem Abstand nicht die Orientierung zu verlieren.„Oben oder unten?“ weiterlesen

Roter November

Nein, keine Sorge, dieser Beitrag handelt nicht vom Kalten Krieg und nicht von U-Booten (da handelte es sich zudem um den Oktober). Es geht um eine der beliebtesten und zugleich symbolträchtigsten Farben. ROT! Rot wie Blut. Rot wie die Liebe und die Leidenschaft. Rot wie Hitze, Feuer und Glut. Rot wie das Tuch, das den„Roter November“ weiterlesen

Süßes oder Saures?

Anhänger der lustigen Halloween-Volksbräuche und Partys wissen, dass es schon lange kein so gruseliges Halloween mehr gab wie das diesjährige! Aus dem unterhaltsamen und werbewirksamen Spiel mit dem Tod ist durch die Corona-Pandemie weltweiter Horror geworden und der Versuch des Menschen, dem Tod durch das Lächerlichmachen den Schrecken zu nehmen, misslingt angesichts der Infektions- und„Süßes oder Saures?“ weiterlesen

Wald-Elfchen

Tränen verheulter Wälder. Brennend heiß geweint ist jeder Tropfen kostbar. Wasser! Rosa von https://rosasblog54.com und Sven von https://herzkoma.wordpress.com, zwei liebe Blogger meiner sehr überschaubaren Follower-Schar, inspirieren mich immer wieder aufs Neue, unbekannte, spannende Pfade zu betreten, unkonventionell oder anders(he)rum 🙃 zu denken und zu lernen. Bloggerfreuden pur und, wie ich es für mich verstehe, Leben!„Wald-Elfchen“ weiterlesen

Was bleibt?

Was bleibt, wenn alle Blüten verwelkt sind? Was bleibt, wenn der Herbstwind alle Blätter verweht hat? Wir haben in voller Blüte gestanden. Wir haben uns vermehrt. Kein schmückendes Beiwerk mehr, kein kokettes oder gnädiges Verhüllen. Es bleiben trockene Stängel, brüchiges Skelett der formgebenden Struktur. Es bleibt aber auch die Ästhetik des inneren Wesens. Der Herbst„Was bleibt?“ weiterlesen